? ?
Breakout Nuclear Blast Powermetal KWICK Heavy EMP RockHard Metal-Heart

History

Die Geschichte des Metal Forever Festivals

Roberto und Udo

26.12.2004, 2.00 Uhr MEZ. Ein Beben der Stärke 8,9 erschüttert Südostasien.

?

Wenige Stunden später, gehen die wohl schrecklichsten Bilder des Jahres 2004 rund um den Globus und verwandeln alle Menschen gleichermaßen in fassungslose Gesichter.

?

So ging es auch mir. Fassungslosigkeit und Entsetzen, wie ich es noch nie erlebt habe, brachten mich zum ersten Mal dazu, meinen Hintern in Bewegung zu setzen, um irgendwie den Opfern zu helfen. Nachdem im Fernsehen überall die Spendenkonten bekannt gegeben wurden, entschloss ich mich, meinen Gitarristen und Freund Udo anzurufen, um mit ihm einen anderen Weg zu gehen, um mehr als nur Geld zu spenden. Eine Initiative - ein Benefizfestival - musste schnellstmöglich organisiert werden.

?

Um der ganzen Sache auch die nötige Seriosität zu geben, haben wir nach einigem Suchen in der „Aktion Deutschland Hilft e.V.“ den, für den damaligen Zeitpunkt, richtigen Schirmherren gefunden. Nun ging das telefonieren los. Udo und ich setzten alle Hebel und Kontakte in Bewegung, sodaß in kurzer Zeit spontan U.D.O., SAXON, DESTRUCTION, REBELLION, DOMAIN, HOLY MOSES, sowie die Zusage der Legende Eddie Clarke auf dem Tisch lag. Tragischerweise verstarb zu dieser Zeit auch AFM-Plattenboss Andy Allendörfer, sodaß U.D.O. aus Vertragsgründen leider wieder absagen musste.

?

Langer Rede kurzer Sinn, wir haben 5 Wochen lang nichts anderes mehr getan, als uns die Finger wund zu telefonieren und das Ergebnis war ein Festival in der Sporthalle Böblingen. Das Geniale dabei war, daß wir nicht nur die Halle umsonst erhalten haben, nein, vielmehr noch haben sich alle Beteiligten (siehe Menüpunkt "Dankesliste") bereit erklärt, kostenlos Mitzumachen. Daß Ergebnis war ein fettes Festival mit Internationalen Acts, zum fairen Preis, in einer der bekanntesten Hallen Süddeutschlands. Als dann noch für UDO meine persönliche Kultband METAL CHURCH zugesagt haben, die extra für dieses Festival aus Seattle angereist kamen, war es perfekt. Ich denke, die Tatsache, daß wir das gesamte Festival ohne einen Vertrag zustande gebracht haben, zeigt, daß es wohl doch noch Situationen gibt, bei denen alle Menschen an einem Strang ziehen können, egal welche Nationalität, egal welche Musikrichtung und Gesinnung.

?

Wenn man bedenkt, daß wir im Prinzip nur 1,5 Wochen Werbung hatten, zudem noch am Festivaltag ein höllischer Schneesturm jegliches Fortbewegen erschwert, bis unmöglich gemacht hat und zudem noch der Headliner aus gesundheitlichen Gründen 24 Stunden vorher absagen musste, war die Halle wie man auf den Bildern sehen kann, trotz der Größe gut besucht und die Stimmung war schlichtweg geil.

?

Nicht nur die Zuschauerreaktionen waren umwerfend. Auch alle Mitwirkenden waren zufrieden und trotz der niedrigen Einnahmen, kamen immerhin noch ca. 6500 Euro Spenden zusammen (auch wenn manch einer gedacht hatte, daß wir drauflegen mussten)!

?

Nachdem in New Orleans im Oktober 2005 der Hurrikane das Land geflutet hatte und etliche Menschen ums Leben gekommen sind, erhielt ich wenig später überraschend eine Ausgabe des MetalManiacs (USA) von Schreiberling Marc Gromen, in der wir über ein halbes Jahr später noch einen zweiseitigen Bericht über unser Festival erhalten haben - als Paradebeispiel für die Möglichkeiten einer Intitiative im Katastrophenfall. Dies, die Spende an sich und die Nachrichten, daß auf Grund unseres Festivals mehrere weitere Benefizfestivals ins Leben gerufen wurden, um zu helfen, überzeugte uns, daß das Festival durch und durch ein Erfolg war.

?

Auf Grund dessen waren wir endgültig beeindruckt und haben beschlossen, dieses Festival als eine dauerhafte Institution zur Unterstützung notleidender Menschen einzurichten. Soviel zum Vorurteil der Langhaarigen-Bombenleger-Fraktion die nur laute Musik, Agressionen und Alkohol im Kopf habe. A propos. Am Tag vorher fand in der Sporthalle ein Rapperkonzert statt. Während des Konzertes gab es im 5 Minutentakt Ausschreitungen, Schlägereien, Drogenprobleme, etc.

?

Auf unserem "Bombenleger"-Festival gab es nur einen Vorfall, als ein "alkoholisierter" Fan über seine eigenen Füße gestolpert ist und elegant auf seinem Gesicht gelandet war. Und das bei einer 10 stündigen Veranstaltung!

?

Dafür möchte Udo und ich mich von Herzen bei euch allen Bedanken und hoffe, daß dies bei den nächsten Festivals genauso die Grundlage für eine geile Party wird!

?

Deshalb nun das MFF 2006 – für Kinder! Am 29./30.12.2006!

?

?

Metallische Grüße,

Roberto & Udo

?

?